Auf den Spuren der Jesuiten in Paraguay

Prof. Dr. Ludwig Ellenberg (Berlin)

Dienstag, 2. Juni, 19 Uhr

Saalbau Dornbusch, Eschersheimer Landstr. 248

 

Im 17. und 18. Jahrhundert. schufen Jesuiten im Siedlungsgebiet der Guaraní mehrere „Reducciones“, in denen die indigene Bevölkerung Zuflucht fand und trotz Christianisierung einen Teil ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Traditionen bewahren konnte – bis 1767 die spanische Krone alle Jesuiten aus Südamerika vertrieb. Die Ruinen einiger dieser Reduktionen im Departamento Itapúa wurden inzwischen als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, was sie aufgewertet hat. Dennoch stößt die „Ruta Jesuítica“, durch die sie touristisch erschlossen werden sollen, bislang auf nur geringes Interesse. Konzepte des nachhaltigen Tourismus sollen nun helfen, ihre Attraktivität zu erhöhen. Die Expertise dafür liefert ein vom Senior Expert Service (SES) vermittelter Berater, der erst kürzlich zu einem ersten Einsatz in Paraguay war.

Ludwig Ellenberg ist Geograph und war bis zu seiner Emeritierung Professor für Landschaftsökologie und Landschaftsforschung an der Humboldt-Universität Berlin. Davor war er mehrere Jahre für die GTZ tätig, wo er Anfang der 1990er Jahre den Naturschutz zu einem Arbeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit ausgebaut hat.

Bild: Ruinen von Reducciones im Departamento Itapúa