Hehre Ziele und komplizierte Umsetzung: Regenwaldschutz und -zerstörung am Unteren Amazonas

Dr. Karin Naase (Marburg)

Dienstag, 28. April, 19 Uhr

Saalbau Dornbusch, Eschersheimer Landstr. 248

 

Um die Zerstörung des tropischen Regenwaldes aufzuhalten, hat der brasilianische Staat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Schutzgebieten eingerichtet. Kann deren Erhaltung auf Dauer sichergestellt werden oder drohen auch hier ökonomische Interessen letztlich die Oberhand über den Schutzauftrag zu gewinnen? Dieser Frage soll am Beispiel der Floresta Nacional do Tapajós im brasilianischen Bundestaat Pará nachgegangen werden, wo in einem von der DFG geförderten Feldforschungsprojekt die Dynamiken der fortschreitenden Nutzung und Zerstörung sowie die Rolle der verschiedenen Akteure in diesem Prozess untersucht wurden.

Karin Naase ist promovierte Ethnologin und hat viele Jahre im brasilianischen Amazonas-Gebiet (v.a. in Pará) gearbeitet, sowohl in Forschungsprojekten (u.a. am Museo Goeldi in Belém) wie auch als Beraterin in der Entwicklungszusammenarbeit.

Bildquelle: IBAMA, Flona do Tapajós, 2004