Autoritarismus und Demokratie in Lateinamerika
Prof. Dr. Nikolaus Werz (Uni Rostock)
Dienstag, 18. November, 19 Uhr
Saalbau Dornbusch, 1. Etage, Anne-Frank-Saal
Eschersheimer Landstraße 248, U-Bahn-Haltestelle Dornbusch
Seit den 1980er Jahren durchläuft Lateinamerika – mit Ausnahme von Kuba sowie später Nicaragua und Venezuela – die längste Phase formaldemokratischer Herrschaft seiner Geschichte. In letzter Zeit haben bei freien Wahlen jedoch wiederholt „Antipolitiker“ Erfolge erzielt. Und anstelle des früher dominanten Nationalpopulismus, der Elemente einer fortschrittlichen Sozialpolitik enthielt, betritt nun ein neuartiger, marktradikaler und kulturell rückwärtsgewandter Rechtspopulismus die politische Bühne. Wie groß ist die Gefahr des Erstarkens solcher autoritären Kräfte und wie stark ist die Bedrohung, die von ihnen für die Demokratie ausgeht?
Nikolaus Werz, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Vergleichende Regierungslehre an der Uni Rostock und einer der bekanntesten deutschen Lateinamerika-Forscher, wird in seinem Vortrag ein Panorama der für die Region typischen Ausprägungen von diktatorischen, autoritären und demokratischen Regimen ausbreiten und diese mit Herrschaftsformen und Politikmustern jüngeren Datums vergleichen. Er hat zahlreiche Monographien und Aufsätze zu diesem Thema veröffentlicht.



