Über Evo Morales und andere lateinamerikanische Hoffnungsträger

Jonas Wolff (PRIF, Goethe-Uni) im Gespräch mit Peter Strack (Cochabamba, Bolivien)

Mittwoch, 30. September, 19:15 Uhr

Ort: Denkbar, Frankfurt am Main, Spohrstraße 46a

Um Anmeldung wird gebeten unter: info@diag-frankfurt.de

 

Immer wieder hat Lateinamerika charismatische Führungspersönlichkeiten hervorgebracht, auf die nicht nur in ihren eigenen Ländern, sondern auch in Deutschland große Hoffnungen gesetzt wurden. Schon vor fast 60 Jahren hat Che Guevara hierzulande zigtausende Studierende mobilisiert. In Bolivien war es vor allem Evo Morales, der als „erster indigener Präsident“ mit seinem Versprechen des „guten Lebens“ (buen vivir) hohe Erwartungen weckte. Diese wurden jedoch, wie in anderen Fällen auch, bitter enttäuscht. Nicht wenige Hoffnungsträger machten später durch Autoritarismus, Menschenrechtsverletzungen und Korruptionsskandale von sich reden. Oft wird das von den Anhängern geleugnet, denn der Abschied von Idolen fällt schwer.

Peter Strack ist promovierter Sozialwissenschaftler und lebt in Bolivien. Er war viele Jahre Koordinator im Andenbüro von Terre des Hommes und schreibt regelmäßig für den taz-Blog latin@rama.

Jonas Wolff ist Professor für Politikwissenschaften an der Goethe-Uni und Lateinamerika-Forscher am Peace Research Institute Frankfurt (PRIF).

©Foto: Silke Kirchhoff