Lateinamerika und die globale Jagd auf kritische Rohstoffe

Dr. Jasemin Ölmez (KIT Karlsruhe), Dr. Detlef Schreiber (DIAG Frankfurt)

Dienstag, 2. Dezember, 19 Uhr

Saalbau Dornbusch, 1. Etage, Anne-Frank-Saal

Eschersheimer Landstraße 248, U-Bahn-Haltestelle Dornbusch

 

Die Bodenschätze Lateinamerikas, insbesondere die Gold- und Silbervorkommen, waren schon in der Kolonialzeit heiß begehrt und eine Quelle unermesslichen Reichtums. Sie waren jedoch für Land und Leute oft mehr Fluch als Segen, denn ihre Ausbeutung hinterließ Elend und Umweltschäden. Noch heute verfügt die Region über bedeutende Rohstoffvorkommen, darunter weltweit gefragte Mineralien, die für die technische Entwicklung unentbehrlich sind und daher als „kritisch“ bezeichnet werden. Europa und besonders Deutschland hängen stark von der Versorgung mit solchen Rohstoffen wie Lithium und Kupfer ab, sehen sich aber zunehmender Konkurrenz und Kritik ausgesetzt. Gibt es dennoch Chancen für eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren können? Diese Frage soll aus rohstoff- und entwicklungspolitischer Sicht diskutiert werden.

Jasemin Ölmez forscht am Institut für Angewandte Geowissenschaften des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zu kritischen Rohstoffen.

Detlef Schreiber, ebenfalls gelernter Geowissenschaftler, hat viele Jahre als Umweltexperte für die GIZ gearbeitet, schwerpunktmäßig in Lateinamerika.