Rechtspopulismus und geschichtspolitische Debatten in Portugal
Michael Kegler im Gespräch mit dem Historiker Antonio Muñoz Sánchez (Uni Lissabon) – in portugiesischer Sprache mit Konsekutivübersetzung
Mittwoch, 12. November, 19 Uhr
Ort: TFM Centro do Livro, Große Seestraße 47
Anmeldung unter: info@tfmonline.de
Lange meinte man, Portugal sei immun gegen autoritäre Anwandlungen. Zu frisch sei noch die Erinnerung an die 1974 überwundene Diktatur und das schwere Erbe des Kolonialismus. Eine Illusion, wie sich nun nach dem rasanten Aufstieg der rechtspopulistischen Chega-Partei zeigt. Zwar hat die Partei bei den jüngsten Kommunalwahlen einen Dämpfer erhalten, aber von einer Rückkehr zur sogenannten „demokratischen Normalität“ ist man, wie auch in anderen europäischen Ländern, weit entfernt. Wie ist dieser Umbruch zu erklären und welche Rolle spielt dabei die politische Entwicklung seit der Nelkenrevolution vor 50 Jahren?
Antonio Muñoz Sánchez ist promovierter Historiker. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Instituto de Ciências Sociais der Universität Lissabon und hat Studien über die Rolle der Friedrich-Ebert-Stiftung beim Übergang von der Diktatur zur Demokratie in Portugal und Spanien verfasst.
Michael Kegler ist Übersetzer portugiesischer und brasilianischer Literatur. Er ist außerdem als Gastdozent und Moderator tätig und unterstützt die portugiesisch-sprachige Buchhandlung TFM.
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